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Selbstliebe

Es ist ein Recht eines jeden Menschen bedingungslose Liebe zu erfahren. Stattdessen bekommen wir häufig Liebesentzug, Vorwürfe, Ablehnung, Vernachlässigung bis zur psychischen oder körperlichen Gewalt. Infolgedessen entstehen Traumatisierungen und wir entwickeln verschiedene Ängste und Minderwertigkeitskomplexe.

 

Anstatt zu lernen, dass wir wirklich alles in uns haben, was wir für ein zufriedenes, erfülltes Leben benötigen, wächst in uns die Überzeugung, dass Liebe, Zuneigung und alle Arten von Befriedigung nur im Außen zu finden sind. Wir geben unser eigenes Leben aus der Hand und machen uns abhängig von Menschen und Dingen: "Wenn ich nur das oder jenes bekomme oder erreiche, dann wird es mir besser gehen, dann wird alles gut!". 

 

Wenn wir im Außen suchen, sind wir nicht bei uns selbst und wissen nicht, was WIR wollen! Wir orientieren uns an den Bedürfnissen anderer und hoffen, wenn ich mich nur ein bisschen mehr anstrenge, dann werde ich endlich gesehen oder geliebt.

 

Wer im Außen sucht, wird nie fündig. Nicht der neue Partner, neue Job oder mehr Geld kann uns dauerhaft befriedigen, das können nur WIR selbst!

 

Auf der Suche nach uns selbst spielt die Selbstliebe eine entscheidende Rolle.

 

Was ist die Selbstliebe?

Die Selbstliebe ist ein Urbedürfnis zu leben, lieben und geliebt zu werden. Sie ist eine bejahende Grundeinstellung uns selbst, anderen Menschen und dem Leben an sich gegenüber.

 

Sie ist der Schlüssel zur Zufriedenheit und einem gelingenden Leben. Sie ist entscheidend dafür, welche Erfahrungen wir machen, wie wir Beziehungen zu anderen Menschen und uns selbst gestalten, ob wir uns frei, geliebt, unabhängig fühlen und ob wir mit uns selbst glücklich sein können.

 

Selbstliebe bedeutet zu wissen, dass wir bereits alles in uns haben, um ein Leben im Vertrauen und Leichtigkeit zu führen. Wir sind gut genug und wunderbar so, wie wir sind, unabhängig von den Meinungen anderer! 

 

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Selbstliebe oder Selbstverliebtheit, wo ist der Unterschied?

Selbstliebe wird mit Eigenschaften wie Selbstannahme, Selbstakzeptanz, Selbstachtung, Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein in Verbindung gebracht. Durch sie können wir eigene Stärken und Fähigkeiten anerkennen ohne uns mit anderen vergleichen zu müssen. Sie braucht niemanden im Außen, um zu existieren. Sie steht für sich selbst und kommt m Herzen. Sie äußert sich durch Liebe, Mitgefühl und Akzeptanz.

 

Selbstverliebtheit wird mit Arroganz, Narzissmus und Egoismus verbunden. Sie braucht ein Gegenüber, um sich zu vergleichen und bewundert zu werden. Sie dominiert andere und macht sie klein, um sich selbst besser darzustellen. Sie entspringt dem Ego und ist ein Konstrukt, das immer wieder bestätigt werden muss. 

 

Woran erkennen wir, ob es sich um Selbstliebe oder Selbstverliebtheit handelt?

 

Selbstliebe

  • Du magst Dich selbst und andere und das zeigst Du auch, 
  • Andere Menschen fühlen sich wohl in Deiner Nähe,
  • Selbstliebe kommt von Herzen und strahlt nach außen,
  • Menschen um Dich herum spüren Deine authentische und liebevolle Art,
  • Sie spüren, dass Du mit Dir selbst im Reinen bist,
  • Du bist aufgeschlossen und siehst das Glass halbvoll und nicht halbleer,
  • Du findest Dich gut so, wie Du bist,
  • Du kannst mit Kritik konstruktiv umgehen ohne Dich angegriffen zu fühlen,
  • Du kannst aber auch "nein" sagen und Deine Wünsche äußern,
  • Du kannst mit Rückschlägen positiv umgehen und wächst daran,
  • Du suchst die Schuld nicht bei anderen,
  • Du hast das Bedürfnis mit Dir selbst gut umzugehen,
  • ...

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Selbstverliebtheit

  • Du findest Dich gut und stellst Dich über andere,
  • Du kontrollierst gerne alles und alle um Dich herum,
  • Du hast hohe Erwartungen an andere, fühlst Dich aber nicht zur Gegenleistung verpflichtet,
  • Du reagierst extrem empfindlich auf Kritik,
  • Du empfindest Wut, Eifersucht, Neid und andere starke Emotionen,
  • Du hast ein überhöhtes Geltungsbedürfnis,
  • Du bist gelegentlich rücksichtslos,
  • Du suchst die Schuld nie bei Dir,
  • Die anderen sind es immer, die Dir etwas Böses wollen,
  • ...

Vermutlich findest Du passende Aussagen bei Selbstliebe und bei Selbstverliebtheit. Entscheidend ist, wo Dein Schwerpunkt liegt. Umso mehr Du die belastenden Themen lösen kannst, umso mehr kommst Du bei der Selbstliebe an.

 

Glaubensätze

Wie ist es dazu gekommen, dass die Selbstliebe in unserer Gesellschaft einen so schlechten Ruf hat und immer noch mit Narzissmus oder Arroganz gleichgesetzt wird? Dafür müssen wir einen Exkurs in unsere kollektive Vergangenheit machen.

 

Zuerst aber klären wir, was Glaubenssätze sind. Es sind tief verankerte, unbewusste Überzeugungen und Annahmen, die sowohl die innere Einstellung uns selbst gegenüber, als auch anderen Menschen und der Welt im Allgemeinen bestimmen. Dabei gibt es positive Glaubenssätze: "Ich bin gut, so wie ich bin" und negative: "Ich bin wertlos, ich kann nicht".

 

Die Glaubenssätze haben ihren Ursprung in unserer Kindheit. Sie entstehen aufgrund unserer Erfahrungen, prägen unser Selbstbild und beeinflussen uns unbewusst meist ein Leben lang. Sie können aber auch Generationen übergreifend innerhalb eines Familiensystems entstehen und immer weitergegeben werden oder kollektiv, in bestimmten Bevölkerungsgruppen, Nationen oder Glaubensgemeinschaften.

 

Glaubensätze unseres kollektiven Ahnensystems

Fromm zu sein und eigene Bedürfnisse dem Wohle anderer unterzuordnen, wurden im Christentum Jahrhunderte lang als die höchsten Tugenden angestrebt. Unseren Vorfahren wurde eingetrichtert: Wer sich selbst liebt, ist egoistisch, böse und kommt nicht in das Himmelreich! Aus dieser Zeit stammen Sätze wie: "Eigenlob stinkt!" und: "Wir sollen uns nicht so wichtig nehmen, sonst sind wir selbstsüchtig, arrogant und narzisstisch veranlagt!" Diese Sätze entfalten unbewusst ihre Kraft und beeinflussen subtil heute noch unser kollektives und persönliches Dasein.

 

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Gleichzeitig wurde ein anderer, widersprüchlicher Glaubenssatz vermittelt: "Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst." Ein Paradox! Denn wie soll es ohne Selbstliebe möglich sein? Wenn wir uns selbst nicht lieben dürfen, werden wir auch den Nächsten nicht lieben können, was wir aber müssen!

 

Doublebind

Diese entgegengesetzten Botschaften schwingen heute immer noch mit und stiften eine emotionale Verwirrung. Es ist ein transgenerationales, kollektives Doublebind, bei dem es unmöglich ist die Aufgabe zufriedenstellend zu erfüllen, da die beiden Botschaften sich gegenseitig ausschließen. Diese Verwirrung macht uns handlungsunfähig. Wir wissen nicht, was richtig und was falsch ist. 

 

Unbewusst entstehen Gefühle des Versagens, der Schuld und der Verzweiflung. Wir finden keine befriedigende Lösung, egal wie sehr wir uns anstrengen, denn wir können uns nicht gleichzeitig lieben und ablehnen. Unser Selbstwert wird dadurch massiv verringert und das macht uns abhängig und manipulierbar.

 

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Die Folgen der inneren Verwirrung sind tiefgreifend. Wir trauen unseren Empfindungen und Wahrnehmungen nicht mehr und brauchen eine äußere Instanz, die uns sagt, ob wir falsch oder richtig sind. 

 

"...Unsere Schuld vergib uns heute..." Jedes Mal, wenn wir das Bekenntnis aussprechen, bestätigen und bestärken wir den Glaubenssatz in uns, dass wir schuld, schlecht und nicht liebenswert sind! Wer sich schuldig fühlt, hat auch Angst vor Bestrafung. Wie sollen wir uns mit einer solchen Last auf den Schultern noch lieben und frei entfalten können? 

 

Es ist nicht unsere Schuld und nicht unsere Last und es ist an der Zeit uns endlich von den kollektiven, erdrückenden Glaubensätzen zu befreien!

 

Das Erbe

Die kollektiven Gefühle der Schuld und des Versagens haben unsere Vorfahren an ihre Nachkommen immer weitergegeben, einschließlich uns und unseren Kindern.

 

All das passiert unbewusst und subtil, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass wir lediglich die Folgen davon wie Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Unzufriedenheit, Selbstablehnung bis Selbstbestrafung bewusst wahrnehmen können und nicht wissen, woher diese Gefühle kommen.

 

Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Mangelnde Selbstliebe ist somit der beste Nährboden für Ängste!

 

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Unsere Eltern haben selbst viel Härte, Kritik oder Kälte statt Anerkennung und Zuwendung erfahren und tun sich damit schwer folglich auch uns bedingungslos anzunehmen und zu lieben.

 

Dieses belastende Erbe führt zu einem inneren Konflikt, denn eigentlich wissen wir, dass wir gut, richtig und absolut genug sind so, wie wir sind und dass mit uns alles stimmt! Und doch wird uns ständig das Gegenteil nahegelegt: Wir sollten uns ändern, anders, besser sein, mehr leisten und uns noch mehr anstrengen!

 


Das Wort "anstrengen" beinhaltet bereits die Strenge, die wir uns selbst gegenüber praktizieren sollen. Unser Erbe lautet also: Liebe und Selbstakzeptanz führen Dich nicht weiter, sie machen Dich schwach! Du musst dich immer anstrengen, immer mehr leisten! Nur dann bist Du gut!

 

Was soll aber das Ziel sein, das wir erreichen sollen? Lieblosigkeit, Abgestumpftheit, Selbstzerstörung und dadurch das Abgetrennt Sein von uns selbst?

 

Die Antwort lautet: Ja! Denn so leben wir fern von unserer Eigenliebe und im Dauerzustand des Mangels. Wir sind voll von nicht erfüllbaren Sehnsüchten und dadurch leicht manipulierbar! Wir schauen nicht danach, was uns gut tun würde, damit sich der innere Frieden einstellen kann. Stattdessen tun wir Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen und verstärken somit die Unzufriedenheit in uns. Auf diese Weise versuchen wir den Mangel auszugleichen, den wir andauernd selbst produzieren.


Die Welt des Konsums und des Scheins mit ihren verlockenden Versprechen, wird von diesem Wiederspruch in uns angetrieben und am Leben erhalten. Wir suchen im Außen Dinge, die es gar nicht gibt und finden dort Illusionen, die nach kurzer Zeit wie Seifenblasen zerplatzen. Das führt zu einer kurzen Irritation und schon bald greifen wir wieder nach einer neuen, schönen Blase. Und wenn wir uns nur noch etwas mehr anstrengen, dann werden wir sie bekommen und dann werden wir die Erfüllung finden. Eine geniale Idee, damit wir den Zustand der Zufriedenheit nie erreichen können.

 

Niemand ist wirklich daran interessiert, dass es uns gut geht, außer vielleicht wir selbst und Menschen, die uns lieben!

 

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Es ist vergleichbar mit einem Esel, der einer Karotte nachläuft, die ihm hingehalten wird und nicht sehen kann, dass er in einem prachtvollen Gemüsegarten steht. 

 

Das traurige daran ist, dass es nie darum ging, dass der Esel die Karotte bekommt. Er soll nur daran glauben, dass wenn er sich mehr anstrengt, er sein Ziel irgendwann erreichen kann. Und wenn nicht, dann ist er selbst schuld, weil er nicht genug dafür getan hat.

 

Die Folge unseres Erbes ist eine feindliche, ablehnende Grundhaltung uns selbst und anderen gegenüber. Wir tun uns damit schwer uns selbst zu loben, als gut, begabt oder schön zu empfinden, mit uns zufrieden zu sein und uns - ohne Wenn und Aber - zu akzeptieren! 


 

Wenn wir uns selbst nicht lieben, werden wir nicht glauben können, dass wir für andere Menschen liebenswert sind. Diese mangelnde Selbstliebe führt dazu, dass wir uns und unsere Beziehungen oft infrage stellen.


Selbstliebe statt Selbstzerstörung

Unsere gesamte Persönlichkeit, besteht aus mehreren, kleineren Persönlichkeitsanteilen, die ein Eigenleben führen. Sie sind in unterschiedlichen Situationen entstanden und haben verschiedene Funktionen. Manche von ihnen sind angeboren, andere entstehen durch Erfahrungen, die wir im Leben sammeln wie beispielsweise der "Innere Kritiker", der uns ständig kritisiert oder die ungewollten Schattenkinder, die das Trauma in sich tragen.

 

Lieblosigkeit, Strenge oder Gewalt trennten uns nicht nur von der Selbstliebe sondern auch von unseren verletzten Anteilen. Vor allem als Kinder waren wir den Umständen ausgeliefert und haben dadurch die Verbindung zu uns selbst verloren. 

 

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Einige von uns erleben physische oder psychische Gewalt. Für manche ist es die einzige Art der Aufmerksamkeit, die sie erlebt haben. Sie haben gelernt Gewalt mit Liebe und Zuneigung gleichzusetzten.

 

Um den Schmerz nicht zu fühlen entwickeln Kinder verschiedene Überlebensstrategien. Manche davon wirken zerstörerisch und werden gegen sich selbst und später oft gegen andere gerichtet.

 


Akzeptanz

Selbstliebe bedeutet die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Der erste Schritt aus der gewaltvollen Abhängigkeit herauszukommen ist daher, sich selbst zu begegnen und sich dessen bewusst zu werden, wer wir geworden sind. Ungeschminkt und ungeschönt das Ausmaß der (Selbst)Zerstörung sehen und anerkennen: Ja, auch das ist ein Teil von mir, auch das gehört zu mir!

 

Dabei geht es überhaupt nicht um die Schuldfrage, sondern alleine darum, diese zerstörerische Kraft ehrlich als ein Teil meines Selbst zu sehen, zu akzeptieren und wertungsfrei stehen zu lassen.

 

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Durch die Selbstakzeptanz bekommen wir wieder Zugang zu uns selbst und unseren Emotionen. Auf diese Weise geben wir uns das, was wir in der Vergangenheit so sehr gebraucht hätten: Gesehen und in unserer Ganzheit und Einmaligkeit akzeptiert werden.

 

Die wichtigste Beziehung in unserem Leben ist die zu uns selbst! Erst, wenn wir uns selbst lieben, sind wir imstande anderen Liebe zu schenken und gesunde Beziehungen zu führen.

 

Wenn wir uns akzeptieren können, müssen wir niemanden mehr klein machen, ausgrenzen, kontrollieren, unsere Liebe entziehen, eifersüchtig oder unterwürfig sein und anderen oder uns selbst mit Gewalt begegnen! Das ist sehr befreiend!

 

Mitgefühl statt Mitleid!

Mitgefühl mit sich selbst zu haben ist sehr wichtig, denn dadurch wird alles, was wir durchgemacht haben, endlich wahrgenommen. Unsere verletzten Anteile haben so lange darauf gewartet, dass sie im richtigen Licht gesehen werden: nicht als Verursacher der tiefen, schmerzenden Wunde in uns, sondern als diejenigen, die so viel Unerträgliches gelitten, durchgestanden und all die Jahre getragen haben.

 

Ein Teil von uns hat den gesamten Schmerz auf sich genommen und für uns getragen, damit wir weiterleben können. Alleine das verlangt Respekt und Dankbarkeit!

 

Dabei ist es wichtig Mitgefühl vom Mitleid zu unterscheiden! Ich bemitleide mich bedeutet: "Ich bin arm, ich bin das Opfer und die anderen sind schuld". 

 

Mitleid trennt uns von uns selbst; wir sind im Außen und verbinden uns immer wieder mit der Energie der traumatisierenden Situation und denjenigen, die uns das Leid durch Liebesentzug, Vernachlässigung oder Gewalt zugefügt haben. Wir fühlen uns klein, ohnmächtig, ausgeliefert und stecken in der Opferrolle fest.

 

Selbstmitleid bestärkt unser Dasein als Opfer. Durch das Leiden bleiben wir weiterhin an die Täter gebunden.

 

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Durch das Mitleiden stellen wir das Leiden in den Vordergrund und machen es groß. Heilend wäre die leidvolle Opfer-Täter Energie zu verlassen! 

 

In dem Moment, in dem es Dir richtig schlecht geht und der innere Schmerz unerträglich wird, versuche das innere, verletzte Kind in Dir mitfühlend zu trösten und in den Arm zu nehmen. 


Wenn es Dir noch nicht möglich sein sollte Deinem Kind die Zuwendung zu geben, dann ist es vollkommen in Ordnung! Verurteile Dich nicht dafür! Stattdessen kannst Du Dir ein anderes, kleines, hilfloses Kind vorstellen oder ein kleines Tier, das sich ganz alleine, verlassen und verängstigt fühlt. Vielleicht kannst Du das kleine Wesen besser annehmen? Es kann auch ein Kuscheltier sein, egal wen Du gewählt hast, Du wirst die heilende Wirkung des Mitgefühls spüren. Und Deine Zuneigung wird mit Dankbarkeit angenommen. Das ist heilend!

 

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Mitgefühl führt uns in die Selbstermächtigung. Wir sind imstande uns selbst in der leidvollen Situation zu begegnen, uns Zuwendung zu geben und zu trösten. Das Mitfühlen gehört zur Selbstliebe und gibt uns das, wonach wir so lange im Außen gesucht und nie gefunden haben. Es schafft endlich Frieden in uns. 

 


Auf dem Weg zur Heilung

Heilung bedeutet die Rückverbindung an den ursprünglichen Zustand unserer heilen Anteile, an den gesunden Kern in uns. Es ist vergleichbar mit einer Zwiebel. Wenn wir Blatt für Blatt die traumatischen Erlebnisse und Blockaden auflösen, erreichen wir unsere gesunde, gut geschützte, unzerstörbare Mitte.

 

Foto@RayhanUnsplash

Wir sind in Selbstliebe, wenn wir:

  • authentisch sind,
  • "Ja" zu uns selbst sagen,
  • "Nein" sagen können,
  • uns selbst liebevoll begegnen,
  • selbstbewusst sind (uns unserer Selbst bewusst sind),
  • uns selbst akzeptieren, so wie wir sind,
  • verständnisvoll mit uns sind,
  • uns frei, mündig und selbstwirksam fühlen,
  • eigene Grenzen setzen und achten,
  • unserem inneren Gefühl vertrauen,
  • uns nicht für andere bis zur Erschöpfung aufopfern,
  • eigene Bedürfnisse haben und diese als berechtigt empfinden,
  • eine eigene Meinung haben und vertreten können,
  • respektvoll mit uns selbst und anderen umgehen,
  • uns selbst wertschätzen und den eigenen Wert (er)kennen,
  • wertschätzen, was wir tun und können,
  • mit uns selbst glücklich und zufrieden sind,
  • ...

Wie viele von diesen Punkten leben wir wirklich? Wir dürfen all das für uns selbst empfinden und dennoch an andere Menschen denken und für sie da sein. Der Unterschied zu dem, was uns eingetrichtert wurde besteht darin, dass wir uns nicht mehr durch andere definieren und abhängig davon machen, was sie über uns denken oder sagen.

 

Selbstliebe lernen und leben

Der Anfang muss nicht schwer sein :) Der erste Schritt könnte sein das "Müssen" gegen das "Wollen" auszutauschen, denn das "Müssen" setzt uns unter Druck, verursacht Stress und wir verschließen uns.

 

Fange bitte klein an, suche Dir einen Begriff aus der Liste unten und versuche es so oft, wie es FÜR DICH gut und möglich ist anzuwenden. Verurteile Dich nicht, wenn es nicht sofort klappen sollte. Baue weitere Punkte langsam ein.

 

Es könnte sein, dass Du eine innere Stimme hörst, die Dich beschimpft und sagt, was Du wieder falsch gemacht hast. Es ist die Stimme des "Inneren Kritikers", der zu einem Teil von Dir geworden ist. 

 

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Du wurdest früher oft kritisiert und Dein Umfeld war mit Deinen Leistungen nie wirklich zufrieden. Diese fremden Stimmen hast Du verinnerlicht und zu einem Teil von dir gemacht.

 

Nimm diese Stimme eine Zeit lang bewusst wahr und versuche dann, in Gedanken oder laut, mit dem "Inneren Kritiker" zu kommunizieren. Du könntest beispielsweise sagen: Danke, dass Du immer so gut aufpasst, aber ich komme auch ohne Dich klar" oder "Ich finde, ich habe es gerade ganz gut gemacht!". Finde Deine eigenen Sätze. Sie sollten allerdings freundlich formuliert sein, denn durch negative Bemerkungen baust Du den Kritiker auf. Mit positiven Formulierungen bist Du mehr in der Selbstliebe und nimmst ihm nicht nur den Wind aus den Segeln, sondern auch seine Daseinsberechtigung. Mit der Zeit wird die Stimme zunehmend verstummen. 

 

Kleine Schritte, große Wirkung

  • akzeptiere Dich, Deine Gefühle und Gedanken, egal ob sie positiv oder negativ sind. Lass sie einfach wertungsfrei stehen, 
  • verurteile Dich nicht, wenn Dir etwas nicht gelingt,
  • lobe Dich regelmäßig,
  • sprich und denk positiv von Dir,
  • sei dankbar!
  • wertschätze Deinen Körper,
  • arbeite an Deinen Themen weiter,
  • nimm Dir Zeit für Dich,
  • sei liebevoll und gnädig Dir selbst gegenüber,
  • glaube an Dich,
  • schreibe jeden noch so kleinen Erfolg auf,
  • sehe Misserfolge als wichtige Erfahrungen an,
  • tausche "ich muss" gegen "ich darf", "kann" oder "möchte".
  • versuche weniger perfektionistisch zu sein,
  • ...

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Wir brauchen neue Bilder

Das negative Selbstbild beruht auf unseren Erfahrungen und Glaubenssätzen. Wenn wir diese verändern wollen, müssen wir neue Bilder von uns erschaffen.

 

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Wir können damit anfangen, indem wir uns in einem inneren Dialog positive Fragen stellen und dadurch eine neue Bewusstheit für uns selbst kreieren.

 

Womöglich hast Du Dich bis jetzt gefragt: Warum bin ich alleine? Warum passiert das immer nur mir? Warum mag mich niemand? Mit diesen Fragen begibst Du Dich in die Opferrolle: Ich bin klein und ohnmächtig und brauche Hilfe von außen.


Die Antworten fallen dementsprechend aus: Du bist selbst schuld, weil Du nicht schlank, nicht reizvoll, nicht klug genug bist! Du bist nicht liebenswert, wie soll dich also jemand lieben? Du hast dir keine Liebe verdient! Damit bestätigen wir immer wieder das negative Selbstbild.


Anstatt zu fragen, warum bin ich alleine, könnten wir es positiv formulieren: Wie stelle ich mir eine liebevolle Beziehung vor? Welche Eigenschaften finde ich gut und wichtig für eine Beziehung? Was wünsche ich mir von einem zukünftigen Mann, einer Frau? Jetzt können lösungsorientierte, positive Antworten erscheinen: Ich wünsche mir, dass er oder sie humorvoll, liebevoll, .... ist.

 

Du merkst, wie sich Deine Stimmung dabei verändert? So kommst Du in eine andere, positive Energie und die strahlst Du auch aus. Du bist kein Opfer mehr und fängst damit an Dein Leben selbst und bewusst zu gestalten. 

 

Wenn Du immer wiederholst, dass Du kein Geld oder kein Glück hast, dann verfestigt sich diese Überzeugung immer mehr in Dir. Du bleibst im Mangeldenken! Wenn Du Dir vorstellst, wie es sich anfühlt glücklich oder reich zu sein, wechselst Du in die Energie der Fülle! Gleichzeitig wirkst Du gegen unbewusste Glaubenssätze wie: Geld ist schlecht und reiche Menschen sind verachtenswert oder mir steht es nicht zu glücklich zu sein.

 

Anhand unseres inneren Empfindens merken wir, ob wir gerade konstruktiv oder destruktiv denken. Es liegt dann alleine an uns, ob wir uns entscheiden in der negativen Energie zu bleiben oder nicht. Stellen wir uns in dem Moment vor, wie wir uns fühlen, wenn wir geliebt, frei und zufrieden sind. Umso öfter wir es machen, umso schneller reagiert unser Verstand darauf.

 

Unser Gehirn kann die Vorstellung von der Realität nicht unterscheiden!

 

Deshalb brauchen wir neue Bilder, verknüpft mit neuen Emotionen, denn das Gehirn nimmt die Bilder, die wir ihm liefern als wahr an und erzeugt auf der biologischen, chemischen und neuronalen Ebene entsprechende Impulse. Er veranlasst, dass Glückshormone ausgeschüttet werden anstatt, wie bisher, Stresshormone.

 

Wenn wir uns also eine positive Situation vorstellen und entsprechende Emotionen dabei fühlen, nimmt unser Gehirn diese imaginäre Situation als wahr an und reagiert entsprechend darauf. Diese Energie senden wir nach außen und was wir aussenden, das ziehen wir an. Das ist das Resonanzgesetz! Aber mehr darüber ein andermal...

 

Foto@freestocks-_3Q3tsJ01nc-unsplash


Übrigens, je nachdem, wie Du auf das Foto reagierst, kannst Du überprüfen, welche Einstellung Du zum Thema Geld, Erfolg, Frau oder Mann sein sowie Reichtum hast. Welche unbewussten Glaubenssätze werden gerade aktiviert?


Empfindest Du das Foto als positiv oder negativ? Wie denkst Du über die Frau? Findest Du Reich sein unanständig? Ist die Frau erfolgreich in ihrem Beruf und hat sie Spaß dabei Ihr selbstverdientes Geld auszugeben? Ist sie oberflächlich, berechnend, hat sich einen reichen Mann geangelt und gibt sein Geld aus? 

 

Hinter negativen, abwertenden Gedanken stecken unbewusste Glaubenssätze und karmische Muster, die uns daran hindern erfolgreich, glücklich, reich zu sein und es zu genießen!

 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Gestalten Deiner neuen Realität und sei dabei nicht zu bescheiden!

 

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