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Glaubenssätze

Glaubenssätze und ihre Macht

Der Blog über die Urtriebe hat überraschende Zusammenhänge zwischen unseren Ängsten und den prähistorischen Instinkten gezeigt. Diese Triebe sind immer noch in uns aktiv und können uns in Sekundenschnelle nicht nur für die Flucht oder den Kampf bereit machen, sie können uns auch plötzlich in Panik versetzen. Sie beeinflussen unser Fühlen, Denken und Handeln ein Leben lang. 

 

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Alles, was wir erleben, unsere Einstellungen, Überzeugungen, Werte, Erfahrungen, sowie transgenerationale Übertragungen innerhalb unseres Familiensystems, prägen uns. Es entsteht ein Glaubenssystem mit all unseren Emotionen, Gedanken und daraus resultierenden Handlungen. Es ist wie ein Stempel, der uns aufgedruckt wird.

 

Je nachdem, welche Geschichte wir und unsere Ahnen haben, entstehen innere Überzeugungen, auch Glaubenssätze* genannt. Sie sind vergleichbar mit Programmen, die auf der unbewussten Ebene wirken. Sie sind sehr persönlich und auf uns genau zugeschnitten. Manche von ihnen werden von einer Generation auf die andere übertragen.


Hier ein paar mögliche Beispiele für die negativen Glaubenssätze: "Ich bin nicht wert geliebt zu werden", "Ich muss mich noch mehr anstrengen, um akzeptiert zu werden", " Mein Leben darf nicht leicht sein, ich muss mir alles schwer erarbeiten", "Ich bin immer an allem schuld", "Ich muss meine Bedürfnisse zurückstellen und für andere da sein, mich um andere kümmern"...

 

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Diese Sätze sind wie Programme, die tief in uns verankert sind. Sie breiten sich wie ein Schleier aus, der sich über unsere Persönlichkeit legt und mit der Zeit mit ihr verschmilzt. Das ist auch der Grund, warum wir meist nicht merken, dass wir fremdgesteuert werden.

 

Gehören wir zu den Menschen, die sich nur für andere aufopfern und selbst keine Bedürfnisse haben? Können wir kaum Grenzen setzen und sind dauernd überfordert, haben das Gefühl die ganze Last und die Verantwortung immer alleine tragen zu müssen? Leisten wir immer noch nicht genug, fühlen wir uns nirgendwo Zuhause oder wie getrieben, dann können wir davon ausgehen, dass unser Verhalten von Glaubenssätzen gesteuert wird. 

 

Unser Ziel sollte sein, die belastenden Glaubenssätze zu erkennen und Schritt für Schritt durch positive, aufbauende Sätze wie: "Ich bin gut so, wie ich bin", " Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe", "Es ist alles da, was ich brauche" usw. ersetzen.

 

*Mehr zu Glaubenssätzen findest Du auch in meinem Blog "Selbstliebe".

 


Ist das ein Glaubenssatz oder bin ich so?

Glaubenssätze beeinflussen uns besonders häufig im Bereich der Selbstliebe, des Selbstwertes, der Kompetenzen und der Beziehungen. Menschen mit Depressionen neigen beispielsweise zu negativen Glaubenssätzen, die zu einem geringen Selbstwert und zu Selbstzweifeln führen. 

 

Bevor wir uns noch mehr in das Thema vertiefen, wäre es gut ein Gefühl dafür zu bekommen, was genau mit den Glaubenssätzen gemeint ist, denn der erste Schritt sie zu ändern, ist sie zu erkennen.

 

Beispiele für die negativen Glaubenssätze

  • "Keiner mag mich".
  • "Ich bin ein Versager".
  • "Das Leben ist anstrengend".
  • "Ich werde verlassen".
  • "Ich bin nicht gut genug".
  • "Ich bin nicht liebenswert".
  • "Ich kann niemandem mehr trauen".
  • "Ich darf nicht meine Wut, Ärger, Trauer... zeigen
  • "Ich darf keine Fehler machen".
  • "Nur, wenn ich gute Leistung erbringe, werde ich geliebt".
  • "Eigenlob stinkt".
  • "Ich muss alles alleine machen".
  • "Ich bin unbegabt, ungeschickt, unsportlich...".
  • "Ich darf anderen nicht zur Last fallen".
  • "Ich darf mich nicht binden, bleibe lieber alleine, damit ich nachher nicht leiden muss".
  • "Um Hilfe bitten ist ein Zeichen von Schwäche".
  • "Ich muss alles kontrollieren".
  • "Ich muss mich in einer Beziehung unterordnen".
  • "Ich darf meine Meinung nicht sagen, sonst passiert etwas Schlimmes".
  • "Ich bin in einer Beziehung abhängig."
  • "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen".
  • "Das schaffe ich sowieso nicht".
  • "Keiner sieht mich, nimmt mich ernst".
  • "Warum passiert mir das immer wieder?".
  • "Alle lachen mich aus".
  • "Kann ich nicht auch einmal Glück haben?"
  • "Womit habe ich das verdient?".
  • "Ich bin ein Pechvogel".
  • "Das Leben ist kein Ponyhof".
  • .....

Beispiele für die positiven Glaubenssätze

  • "Ich bin ein Glückskind"
  • "Ich bin gut so, wie ich bin".
  • "Das Leben meint es gut mit mir".
  • "Ich schaffe alles, was ich mir vornehme".
  • "Das Glück ist auf meiner Seite".
  • "Ich bin liebenswert".
  • "Ich habe nur das Beste verdient".
  • "Mein Wert ist unabhängig davon, ob ich einen Partner, oder eine Partnerin habe".
  • "Ich darf mir Unterstützung holen".
  • "Ich habe mein Schicksal in der Hand".
  • "Ich weiß, was mir guttut".
  • "Meine Bedürfnisse und Wünsche sind mir wichtig".
  • "Ich kann gut Grenzen setzen und trotzdem für andere da sein."
  • "Ich darf mich selbst lieben"
  • "Ich darf mich selbst loben".
  • "Ich darf stolz auf mich sein".
  • "Ich habe die Kraft, Dinge zu verändern".
  • "Ich schaffe alles, was ich mir vornehme".
  • "Ich bin gut in dem, was ich tue".
  • "Ich darf mich in einer Beziehung abgrenzen".
  • "Ich darf sagen, was mir wichtig ist".
  • "Das Leben ist leicht".
  • "Es darf mir gutgehen".
  • "Ich ziehe Reichtum und Fülle an".
  • "Ich ziehe Gutes an".
  • "Ich treffe Menschen auf meinem Lebensweg, die mir dabei helfen, weiterzukommen".
  • "Meine Beziehung gelingt".
  • ....

Diese Listen könnten wir unendlich fortführen. Sie zeigen, wie überraschend manche Sätze sind, weil wir sie bis jetzt nicht als ein Programm erkennen konnten, das bei uns unbewusst abläuft.

 

Diese Sätze sind so stark mit uns verwachsen, dass wir sie als einen Teil unserer Persönlichkeit sehen: "Ich bin halt ängstlich oder unbegabt oder zu ungeschickt oder zu doof".

 

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Es gibt auch Glaubenssätze, die auf den ersten Blick positiv erscheinen, uns aber so unter Druck setzen, dass sie eine negative Wirkung entfalten: "Alles was ich anfange, muss ich zu Ende bringen!"

 

Sobald wir etwas "MÜSSEN", produzieren wir Stress im System. Aus der guten Absicht entstehen negative Glaubenssätze: "Ich muss mich mehr bewegen", "Ich muss auf meine Ernährung achten", "Ich muss liebevoller zu mir selbst oder anderen sein".

 

Wenn ich etwas ändern muss, dann mache ich es noch nicht gut genug! Das ist Mangeldenken und keine Selbstakzeptanz!

Bitte nicht falsch verstehen. Natürlich ist es gut, sich mehr zu bewegen oder gesünder zu ernähren. Die Frage ist nur, welche Beweggründe dahinter stecken. Will ich mich meinem Körper liebevoll zuwenden und dafür sorgen, dass es ihm gutgeht und empfinde Freude dabei? Oder bin ich nicht schlank genug, will mich noch mehr optimieren oder habe Angst davor, krank zu werden und möchte deshalb mein bisheriges Verhalten umstellen?

Das Glaubenssystem ist zum Glück nicht in Stein gemeißelt. Durch unsere persönliche Weiterentwicklung und unser inneres Wachstum können wir diesen Abdruck aus Mustern und Glaubenssätzen positiv beeinflussen und nachhaltig verändern.

Glaubenssätze sind ursprünglich nur Vermutungen

Die Entstehung eines jeden Glaubenssatzes beginnt mit einer Vermutung. Wenn wir z.B. immer wieder als Kind hören: "Du kannst das nicht. Du bist zu blöd dafür", dann ist es zunächst nur eine Behauptung. Durch Wiederholung wird sie immer mehr zu einer Überzeugung und somit zu unserer Wahrheit.

 

Der Satz prägt sich immer mehr ein und irgendwann bilden wir in uns eine unabhängige Stimme aus, die uns bei jeder Gelegenheit diesen Satz ins Ohr flüstert. Es entsteht ein Persönlichkeitsanteil, der dafür sorgt, dass wir diesen Satz so verinnerlichen, dass wir danach unser Leben ausrichten.

 

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Wir brauchen niemanden mehr im Außen, der uns sagen muss, dass wir zu blöd sind. Diese Aufgabe übernehmen wir ab jetzt selbst.

Ein Glaubenssatz ist also eine von mir bestätigte Vermutung. Diese Vermutung muss nicht immer in Worte gefasst und ausformuliert werden. Erleben wir dauerhaft eine Grundstimmung, bei der wir, egal was wir machen, immer kritisiert werden, immer schuldig sind, nie Recht haben dürfen, wenn an uns immer gemeckert wird, so wird sich mit der Zeit in uns ein Glaubenssatz herauskristallisieren, der exakt auf die erlebten Gefühle und Gedanken zugeschnitten ist.  

 

Wenn wir mit jemanden zu tun haben, beispielsweise einem Elternteil, der uns das Gefühl der Bedürftigkeit vermittelt, dann wird er nonverbal den Satz senden: „Du musst dich um mich kümmern, ich schaffe es nicht alleine“. Aus Liebe übernehmen Kinder die Verantwortung für ihre Eltern und entwickeln ihre eigenen Sätze: „Ich muss mich immer kümmern. Ich muss meine Bedürfnisse zurückstellen“. "Ich habe kein Recht auf mein eigenes Leben". Sie übernehmen gleichzeitig auch das Gefühl der Bedürftigkeit.

 

Im Erwachsenenalter sind sie oft selbst bedürftig und machen sich von Menschen und Situationen abhängig. Zudem geben sie ihre Bedürfnisse auf und definieren sich über andere, indem sie sich aufopfern. Ein typisches Beispiel dafür sind Menschen mit dem Helfersyndrom.   

 

Glaubenssätze verfälschen unsere Eigenwahrnehmung

Ab dem Zeitpunkt, ab dem eine Vermutung zur Wahrheit erklärt wird, richten sich alle Gefühle, Gedanken und Handlungen danach aus.

 

Die Überzeugungen und Ziele werden diesem Satz untergeordnet und wenn es doch gelingen sollte, etwas gut zu machen, dann wird es dem Zufall zugeschrieben, weil es nicht sein darf!

 

Erst, wenn die "Zufälle" anfangen sich zu häufen, kommt langsam der Gedanke auf, dass das, woran wir so lange geglaubt haben, vielleicht doch nicht stimmen könnte, dass ich vielleicht doch nicht so blöd oder ungenügend bin oder was auch immer falsch mache.

 

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Den tief verwurzelten Glaubenssatz zu hinterfragen, könnte der erste Schritt in die positive Veränderung sein.

Wir können die Glaubenssätze jede Zeit überprüfen indem wir fragen:

 

 „Ist es wirklich so, dass ich zu blöd (oder…….) bin und nichts richtig machen kann? Stimmt das wirklich?“. „Ist das wirklich wahr?“.

 

Wenn wir uns dafür öffnen, wird die Antwort in den meisten Fällen ein eindeutiges „Nein“ sein.

Die Tatsache, dass wir schon immer an etwas geglaubt haben, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es auch wahr ist!

Fremde Glaubenssätze werden zu unseren eigenen

Wir schauen uns den Glaubenssatz, "Du kannst das nicht! Du bist zu blöd dafür!", noch genauer an. Dieser Satz beinhaltet als Hintergrundinformation die Gefühle der Ablehnung und der Abwertung.

 

Solche abwertenden Äußerungen stammen von Menschen, die sich selbst ablehnen, abwerten und daher nicht akzeptieren können. Infolge dessen werden sie andere genauso wenig akzeptieren.

Diese Gefühle prägen ihre Glaubenssätze, die sie auf andere übertragen. So entstehen bei ihrem Gegenüber ähnliche Emotionen, die zu ähnlichen Glaubenssätzen führen.

 

Die feinen Unterschiede sind von der Grundstimmung abhängig und es kann sein, dass wir anfänglich zwar unangenehm berührt werden, das Gefühl der Abwertung aber nicht an uns näher heranlassen.

 

Werden wir jedoch über einen längeren Zeitraum mit der Ablehnung und Abwertung konfrontiert, wird es schwierig sein, sich ihrem Einfluss gänzlich zu entziehen.

 

Die ersten Selbstzweifel kommen langsam auf, die Urtriebe werden getriggert, die Urangst taucht auf: „Ich werde nicht akzeptiert! Ich werde ausgestoßen! Alleine überlebe ich nicht!“.

 

Diese Gedanken nehmen wir gar nicht wahr, denn sie spielen sich unbewusst ab. Was wir wahrnehmen, ist die unerklärliche Angst, die plötzlich da ist.

 

Foto@Zore-Nemati-Unsplash


Wenn uns jemand das Gefühl vermittelt, dass wir so, wie wir sind, nicht richtig sind, dann überträgt er sein Gefühl, z.B. der Angst oder der Minderwertigkeit, auf uns. Dieses Gefühl hat nichts mit uns zu tun und wir alleine entscheiden darüber, ob wir es annehmen oder von uns weisen!

Wenn wir uns dessen bewusst werden, kann es uns dabei helfen, Grenzen zu setzen und bei uns zu bleiben. Wir könnten vielleicht sogar mitfühlend denken: "Es tut mir leid, dass Du Dich so minderwertig fühlst und so abwertend über Dich denkst aber es hat NICHTS mit mir zu tun und ich lasse diese Gefühle bei Dir!". 

 

Solche Übertragungen, auch Projektionen genannt, sind sehr häufig im beruflichen, wie auch privatem Umfeld zu finden.

 

Was ist eine Projektion?

Eine Projektion entsteht, wenn Menschen ihr Leid auf andere, beispielsweise ihre Kinder, Arbeitskollegen oder Partner übertragen.

 

Es ist ein Abwehrmechanismus, indem die unerträglichen Gefühle, die tief im Inneren gespeichert sind, unterdrückt werden müssen, damit sie nicht an die Oberfläche kommen.

 

Umso mehr diese Gefühle unterdrückt werden, desto mehr baut sich die innere Spannung auf. Irgendwann ist die Spannung so groß, dass sie sich entladen muss. Diese Entladung, also die Übertragung der unterdrückten Emotionen auf andere, ist die Projektion.

 

Projektionen können sich auch als Sehnsüchte oder Hoffnungen zeigen. Vor allem erkennen wir sie aber am aggressiven, leidvollen oder ängstlichen Verhalten.

 

Eine Projektion bedeutet das Sichtbarwerden von unerträglichen, verdrängten Emotionen wie beispielsweise Angst, Wut oder Ohnmacht. Diese unterdrückten Gefühle wollen sich zeigen, dürfen aber nicht und anstatt akzeptiert zu werden, werden sie einem anderen Menschen zugeschrieben.

Wenn wir beispielsweise eifersüchtig sind, dann sind wir tief in unserem Inneren verunsichert und haben Angst davor, verlassen zu werden.

 

Wir fühlen uns nicht gut, nicht liebenswert genug und denken, der Partner wird es auch irgendwann mal merken!

 

Wir projizieren also unsere Verlustangst auf den Partner. Wir fangen an misstrauisch zu werden und unterstellen ihm, fremd zu gehen und uns verlassen zu wollen.

 

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Dieses Verhalten zeigt die Verlustangst, die so schmerzhaft ist und deshalb so tief verborgen liegt, dass wir sie selbst nicht erkennen können. Stattdessen versuchen wir die Begründung für unsere Angst im Verhalten des Partners zu finden.

 

Alles, was uns begegnet, hat also immer etwas mit uns selbst zu tun, nach dem Motto: "Wie innen, so außen; wie oben, so unten." Wir projizieren unser Innenleben nach außen und es wird uns durch Menschen oder Umstände zurück gespiegelt. Das ist das Resonanzgesetz.

 

Wir alle projizieren unsere Gefühle, Wünsche oder Vorstellungen auf andere. In den meisten Fällen kommen wir relativ schnell wieder ins Gleichgewicht. Bei Menschen mit tiefen inneren Wunden, ist die Verdrängung und somit der innere Druck so groß, dass er ständig auf andere entladen werden muss.

 

Wenn jemand beispielsweise enorm unter Druck steht, alles richtig machen zu müssen und er sich unter keinen Umständen erlaubt, etwas falsch machen zu dürfen, dann wird er alles dafür tun, dass sein Gegenüber immer die Schuld trägt. Um das zu erreichen, wird er dem anderen Dinge unterstellen, die Tatsachen verdrehen und gar lügen. Das Schlimme daran ist, dass er selbst daran glaubt, dass es wahr ist. Das ist Projektion!

 

Zurück zu unserem Beispiel. Stammt ein solcher Satz wie "Du kannst das nicht! Du bist zu blöd dafür!" von den Eltern und das Kind ist noch klein, dann wird er auf das Kind höchst traumatisierend wirken. Das Kind empfindet die übertragenen Gefühle als massiv lebensbedrohlich, da es Angst hat ausgestoßen zu werden und instinktiv weiß, dass es ohne die Fürsorge der Eltern tatsächlich nicht existieren kann.

 

Betrachten wir diesen Satz aus der Perspektive eines Erwachsenen, können wir die lebensbedrohliche Situation von damals relativieren. Heute wissen wir, dass wir erstens, nicht dumm sind und durchaus Dinge im Leben gut gemeistert haben! Das bestätigen unsere Erfahrungen. Zweitens, sind wir von den Eltern nicht mehr abhängig und auch wenn es schmerzhaft sein sollte, würden wir eine Trennung von ihnen überleben.

 

Das Wissen darüber könnte den Impuls auslösen, die Glaubenssätze infrage zu stellen, ihnen nicht mehr zu glauben und sich von solchen unbegründeten Behauptungen und Unterstellungen, denn das sind sie, zu befreien.

Jeder Glaubenssatz ist selbst erhaltend

Glaubenssätze produzieren Probleme und sorgen dafür, dass diese aufrechterhalten werden. Dadurch werden sie immer wieder bestätigt und dürfen sich solange reproduzieren und unser Leben bestimmen, bis sie verändert oder ersetzt werden können.

 

Wenn wir z.B. glauben, nicht gut genug zu sein, dann werden wir immer wieder Menschen und Situationen begegnen, die uns darin bestätigen. Wenn wir glauben, es steht uns nicht zu glücklich zu sein und wir bestimmt wieder enttäuscht werden, dann erleben wir, entsprechend unseren Überzeugungen, immer wieder Enttäuschungen und bleiben unglücklich.

Unser Glaubenssystem zieht immer weitere Umstände an, die unsere Grundstimmung und unsere Erwartungen erfüllen und bestätigen.

Alte Glaubenssätze können durch neue ersetzt werden

Unsere Grundstimmung hat den entscheidenden Einfluss darauf, welche Glaubenssätze wir selbst im Laufe des Lebens erschaffen und welche Wirkung die Überzeugungen unseres Familiensystems auf uns haben.

 

Gelingt es uns, unsere Glaubenssätze ausfindig zu machen, können wir diese durch neue ersetzen und das gesamte Glaubenssystem verändert sich augenblicklich mit.

 

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Dabei ist es wichtig zu beachten, welche Grundstimmung der neue Glaubenssatz hat. Vor allem Machtlosigkeit liegt den meisten negativen Glaubenssätzen zugrunde. Wenn wir also merken, dass wir uns immer noch den Umständen oder Menschen ausgeliefert fühlen, wieder in die Opferrolle hineinrutschen oder krank werden, sollten wir uns zuallererst die Glaubenssätze anschauen, die damit zusammenhängen könnten.

 

Die Glaubenssätze sind abhängig von der Grundstimmung

Wenn die Grundstimmung, die selbst ein Glaubenssatz ist, durch Bedürftigkeit, Selbstablehnung oder Mangeldenken bestimmt ist, wird sie entsprechende Glaubenssätze produzieren. Wollen wir daran arbeiten, die alten Glaubenssätze umzuwandeln, so könnten wir damit anfangen, unsere Gedanken auf das Positive auszurichten. Dadurch kommt das bisherige Glaubenssystem in Bewegung.

Positive Gefühle verursachen positive Gedanken. Die Grundstimmung wird dadurch angehoben und wirkt sich positiv auf das Glaubenssystem aus, das wiederum unsere Gefühle positiv beeinflusst. Dadurch fangen wir an unsere Realität bewusst zu kreieren.

Die positiven Glaubenssätze

Wir könnten die Kraft der positiven Glaubenssätze gut für uns nutzen und die Negativen durch Positive leicht ersetzen, wären da nicht die Zweifel und die tief verankerten Glaubensmuster, die im Unbewussten wirken.

 

Bevor das positive Denken zum Glaubenssatz wird, ist es ebenso erst nur eine Vermutung. Damit es für uns zur Wahrheit werden kann, muss es ebenfalls bestätigt werden.

 

Dem entgegen wirken die eigenen und kollektiven, negativen Glaubenssätze, die wir im Laufe des Lebens angesammelt und gespeichert haben. Sie veranlassen uns dazu, an dem Wahrheitsgehalt der positiven Glaubenssätze zu zweifeln.

 

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Hier entfaltet auch das Erbe unserer Vorfahren ganz stark seine Wirkung. Wer sich im guten Licht selbst sehen und lieben möchte wird als arrogant, eingebildet dargestellt und soll sich schämen.

 

Solche tief verwurzelten Überzeugungen müssen erst aufgedeckt und gewandelt werden, bevor die positiven Glaubenssätze ihre volle Kraft entfalten und wachsen können. 

 

Den meisten Menschen bereitet es keine Schwierigkeiten, zehn negative Eigenschaften bei sich zu finden, nach einer positiven wird dagegen lange gesucht. Viele Kinder und Jugendliche sind beschämt und trauen sich nicht, etwas Positives über sich selbst zu sagen. Da rattern im Hintergrund immer noch die muffigen Glaubenssätze unserer Vorfahren wie „Eigenlob stinkt“.

 

Solche veralteten Irrglauben sind dafür verantwortlich, dass es uns leichter fällt das vermeintlich Schlechte an uns anzunehmen, als das Gute. Das ist auch der Grund, warum die positiven Glaubenssätze sich nur langsam durchsetzen können.

Auch, wenn es mehr Kraft kostet, die positiven Glaubenssätze zu kreieren und sie zu glauben, es ist dennoch ein guter Weg, um dauerhaft Zufriedenheit und Fülle zu erfahren.

Selbstsabotage

Manchmal merken wir, dass wir mit dem positiven Denken nicht weiterkommen und unsere Grundstimmung immer noch im Keller ist. Dahinter könnten Selbstsabotage-Programme stecken.

 

Diese Programme gehören zu unserem Glaubenssystem und werden aktiviert, um die Glaubenssätze zu schützen und sie aufrecht zu erhalten. Die gute Nachricht ist, sie können gelöscht werden, die weniger gute, wir brauchen meist Unterstützung dabei, um sie aufzuspüren und zu löschen. Sobald sie nicht mehr da sind, merken wir sofort, dass es leichter wird und der innere Widerstand wird spürbar kleiner.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Dieser Satz ist aus dem Doppelspalt-Experiment in der Quantenphysik bekannt und besagt, dass Materie nur dann vorhanden ist, wenn wir sie betrachten, also unsere Aufmerksamkeit auf sie richten. Sobald wir der Materie unsere Aufmerksamkeit entziehen, bleibt sie zwar weiterhin bestehen aber nur in Form von Information. Ein sehr spannendes Thema!

 

Diese Erkenntnis ist wichtig, denn sie würde bedeuten, dass erst wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf ein Ereignis richten, dieses real wird. Die Grundstimmung ist entscheidend für die „Färbung“ der materialisierten Information. Mithilfe der Glaubenssätze bestimmt sie, ob wir ein Ereignis als problematisch oder unproblematisch empfinden.

 

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Wenn wir beispielsweise in unserem Umfeld erlebt haben, dass ab einem bestimmten Alter der Körper stark abbaut, immer neue Krankheiten hinzukommen und wir aufgrund dieser Erfahrungen unbewusst unser Glaubenssystem entsprechend aufbauen, dann wird sich unser Körper den Vorstellungen anpassen und exakt so verhalten, wie wir es erwarten.

 

In unserer Vorstellung entstehen Bilder, wie ein alter Mensch auszusehen hat. Das Gehirn kann zwischen der Realität und der Vorstellung nicht unterscheiden und übernimmt diese Bilder als Vorlage für den Körper.

 

Unsere Gefühle bestimmen sowohl unsere Gedanken als auch unsere Wahrnehmung. 

Die Wahrnehmung orientiert sich an den Erfahrungen der Vergangenheit und richtet unsere Aufmerksamkeit so aus, wie sie vermutet, die Zukunft zu erleben.

Es gibt eine unzählige Menge an Glaubenssätzen. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich immer an solchen aus, die zu unserem Glaubenssystem passen. Die Materie zieht entsprechend unseren Erwartungen nach. 

 

Wie unsere Träume wahr werden?

Unsere Glaubenssätze steuern einfach alles. Von den einfachen Tatsachen wie "Ich bin eine Frau", "Ich spreche Deutsch" bis hin zur "Ich werde gesund" beim Placebo-Effekt. Unser Glaubenssystem wird aus allem, woran wir glauben, konstruiert.  

Wir sind, woran wir glauben!

Wenn es uns also gelingt, an unsere Ziele und Wünsche aus vollem Herzen zu glauben und wir davon ganz fest überzeugt sind, dass es auch wahr wird, dann wird sich alles in uns auf das Erreichen der Ziele ausrichten. 

 

Das beste Beispiel dafür sind Visionäre, die ganz fest daran glauben, dass sie ihre Träume verwirklichen werden. Anfänglich fehlt oft das nötige Knowhow und dennoch, sie hören einfach nicht auf! Mit der Zeit wird aus den Wunschgedanken die Wirklichkeit. 

 

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Damit sich unsere Träume verwirklichen, müssen wir erst welche haben. Wenn unsere Wunschgedanken zu unpräzise sind, z.B. "Ich will glücklich sein" und wir dabei keine genaue Vorstellung davon haben, wie es aussehen und wie es sich anfühlen wird, wenn wir glücklich sind, dann zerfließt die Energie in allen möglichen Richtungen. 

 

Denken wir an das Doppelspalt-Experiment, brauchen wir eine Aufmerksamkeit, die genau ausgerichtet ist! Erst dann kann sich die Information aus dem Quantenfeld materialisieren. Unser Wunsch bekommt eine "Gestalt" und kann in Erfüllung gehen!

 

Deshalb, mach Dir bitte bewusst, was Du willst und schreibe es auf. Stelle Dir detailliert vor, wie Du Dich fühlst, wenn es wahr wird. Fühle die Freude, die Leichtigkeit oder was auch immer für ein Gefühl du dabei empfindest. Glaube daran und stelle Dir das Endergebnis so vor, als wäre es bereits geschehen! Ganz wichtig! Wiederhole es, so oft Du kannst. 

 

Wenn der Erfolg sich dennoch nicht einstellen wollte, solltest Du überprüfen, welche Glaubenssätze oder Selbstsabotage-Programme dem entgegenwirken könnten.

 

Mein persönliches Erlebnis mit einem Glaubenssatz

Während ich den Blog über die Glaubenssätze schrieb, bekam ich plötzlich eine heftige Panikattacke. Ich erkannte sie zuerst nicht als solche, da ich seit mehreren Jahren keine mehr hatte und bekam Angst, dass mit meinem Herz etwas nicht stimmte. Doch dann kam mir der Gedanke, dass eine Panikattacke sich genauso anfühlen könnte.

 

Ich versuchte erst mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing - Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen) mein System etwas runter zu fahren, es half aber nicht wirklich. Dann dachte ich: „Was empfehle ich immer meinen Klientinnen und Klienten in einer solchen Situation?“. „Sie sollen die Gefühle und Emotionen nicht wegdrücken, sondern annehmen“.

 

Ich wandte mich also diesem Gefühl zu, das mir die Brust zuschnürte und, obwohl mein Herz so stark pochte, als wollte es herausspringen, fing ich an, innerlich Fragen an mein Unbewusstes zu stellen.

 

Auf die Gefahr hin, dass mich diejenigen, die noch nie von dem Ansatz der „Inneren Anteile“ gehört haben für verrückt erklären, habe ich beschlossen, diese sehr persönliche Geschichte trotzdem hier zu schreiben. Sie zeigt nicht nur wie eine Arbeit mit den „Inneren Anteilen“, die auch als „Ego States“ oder „Das Innere Team“ nach Schulz von Thun bekannt sind, verlaufen kann. Sie passt so gut zu unserem Thema, denn sie ist ein Beispiel dafür, dass die Verwandlung eines belastenden Glaubenssatzes in einen positiven, unterstützenden Satz möglich ist.

 

Sie zeigt zudem, dass niemand frei von emotionalen Tiefschlägen ist. Emotionen und Gefühle gehören zu jedem von uns. Die Erfahrungen, die wir durch sie sammeln, machen es überhaupt erst möglich, dass wir einen einfühlsamen und verständnisvollen Umgang mit uns selbst und anderen Menschen entwickeln können.

 

Jemand, der noch nie einen Schmerz erlebt hat, wird es nicht wirklich nachvollziehen können, wenn ein anderer von seinem Schmerz erzählt.

Es geht also weiter…

 

Ich fragte: „Wer bist Du? Was möchtest Du von mir?“

 

Es dauerte ein paar Augenblicke, in denen ich versuchte, trotz meiner panischen Angst, NICHT gegen die Panikattacke anzukämpfen, bis sich in meiner Vorstellung ein Wesen zeigte, das wie ein kleines, wuscheliges Hündchen aussah und total verängstigt wirkte.

 

- Dieses Gespräch und die Bilder spielten sich natürlich nur in meiner Vorstellung ab-

 

Ich fragte: „Wovor hast Du eine solche Angst?“

 

Es sagte: „Ich bin dein Glaubenssatz: Ich bin nicht gut genug, und Du willst mich vernichten“.

 

Ich antwortete: „Das möchte ich gar nicht, aber wir beide wissen, dass es nicht wahr ist, dass ich nicht gut genug bin. Ich habe diesen Satz sehr lange geglaubt. Das möchte ich nicht mehr“.

 

Das kleine Hündchen, das ich inzwischen als einen meiner „Inneren Anteile“ erkannte, war nicht überzeugt.

 

Ich sagte: „Ich will Dich wirklich nicht auslöschen. Ich bin Dir sogar dankbar! Schau doch, was ich alles durch Dich erreicht habe. Wärest Du nicht da, hätte ich mich nie so angestrengt!“.

 

Es änderte sich etwas und mein „Innerer Anteil“ wurde plötzlich sehr aufmerksam...

 

Dieser Stimmungswechsel meines „Inneren Anteils“ hatte damit zu tun, dass ich ihm keine Vorwürfe machte, ihn nicht weghaben wollte und ihm meine Aufmerksamkeit schenkte. Das Wegdrücken wollen und Abwenden würden dazu führen, dass der Widerstand, in dem Fall meine Panikattacke, größer geworden wäre.

 

Die Anteile mit den dazugehörigen Gefühlen, die uns das Leben schwer machen, sind es gewohnt, dass sie gehasst und ungewollt sind. Sobald wir sie wegdrücken wollen, halten sie dagegen, denn Druck erzeugt Gegendruck. Sie haben einen bestimmten Auftrag, den sie sich selbst nicht aussuchen dürfen, den sie aber erfüllen müssen! Die positive Zuwendung und Dankbarkeit bedeuten nicht, dass wir die Wirkung der Anteile auf uns gutheißen. Wir würdigen lediglich ihre Bemühungen, denn sie haben wahrlich ihr Bestes gegeben. Weiter im Text wird es deutlicher.

 

Ich fragte weiter: „Wollen wir für Dich einen anderen Glaubenssatz finden?“

 

Mein „Innerer Anteil“, war begeistert. Ich fragte weiter, ob er bereits eine Idee hätte, wie der Satz lauten könnte?

 

„Ja!“ kam prompt die Antwort. „Der Satz lautet: Ich bin die Königin in meinem Reich! Das will ich sein!“.

 

Mit dem Thema, das viel mit dem eigenen Selbstwert zu tun hat, arbeitete ich in der letzten Zeit, sodass mir der Satz bekannt war. Ich war dennoch etwas überrascht, stimmte aber zu und setzte dem „Inneren Anteil“ ein kleines Krönchen auf. Das Wesen fing an, sich in meiner Vorstellung augenblicklich zu verändern und wurde zu einer schönen jungen Frau, die eine Krone trug.

 

Die Panikattacke war bereits in dem Moment vorbei, in dem ich meinem „Inneren Anteil“ versicherte, dass ich ihn nicht vernichten, sondern gemeinsam mit ihm nach einem neuen, passenden Satz suchen möchte. 

 

Unser Unbewusstes kommuniziert mit uns über Bilder, Farben, manchmal auch Geräusche oder Gedankenfetzen, die in unserer Vorstellung auftauchen. Mithilfe der „Inneren Anteile“ können wir die Kommunikation ausbauen. Wir können mit ihnen Gespräche führen, uns von ihnen beraten lassen und, wenn nötig, sie zurechtweisen oder ihren Aufgabenbereich ändern. Sie fungieren als Vermittler zwischen uns und unserem Unbewussten und sind sehr wirksam, wenn es darum geht, die alten Glaubenssätze und Muster zu verändern.  

 

Die „Inneren Anteile“ entstehen durch die Erfahrungen, die wir machen oder werden an uns in der Ahnenlinie weitergegeben. Sie sind Persönlichkeiten, haben konkrete Aufgaben und versuchen ihren Auftrag so gut wie nur möglich zu erfüllen. Sie sind immer darauf bedacht, uns zu beschützen. So auch mein „Innerer Anteil“, der dafür zuständig war, mich daran zu erinnern, dass ich nicht gut genug bin.

 

Jetzt sagst Du bestimmt:  „Momentmal, es soll gut sein, dir dein Leben lang einzubläuen, dass du nicht gut genug bist?“

 

Die Antwort ist: „ Ja“. Die „Inneren Anteile“ bewerten nicht und unterscheiden nicht in gut oder böse. Sie erfüllen strikt ihren Auftrag.

 

Das, was ich jetzt schreiben werde, wird vermutlich ziemlich paradox erscheinen und doch, so funktionieren unsere „Inneren Anteile“.

 

Es muss in meiner Kindheit Situationen gegeben haben, in denen ich dachte, etwas richtig gut gemacht zu haben und war vermutlich sogar sehr stolz auf mich. Die Erwachsenen oder anderen Kinder - ich kann mich an das ursprüngliche Ereignis nicht erinnern - müssen das jedoch anders gesehen haben und entweder lachten sie mich aus, es wurde mit mir geschimpft oder ich wurde, meinem Empfinden nach, abgewertet. Daraufhin habe ich höchstwahrscheinlich eine tiefe Scham empfunden. Dieses Schamgefühl muss für mich überwältigend gewesen sein. Das war die Geburtsstunde meines „Inneren Anteils“.

 

Seine Aufgabe bestand ab dem Zeitpunkt darin, mir zu vermitteln, dass ich nicht gut genug bin. Er sollte mich davor bewahren, dass ich nochmal auf die Idee kommen könnte zu behaupten, ich hätte etwas Tolles gemacht. Das Gefühl der Scham muss meine Persönlichkeit so tiefgreifend verletzt haben, dass ich es nie wieder erleben sollte. Der Auftrag lautete also: "Sie soll sich selbst schlecht machen, bevor andere es tun und sie sich wieder in Grund und Boden dafür schämt".

 

Mein unbewusstes System hat damals, als es passierte, abgewogen, was für mich bedrohlicher sein könnte: Die tiefe Scham nochmal zu empfinden oder mich dauerhaft selbst schlecht zu machen, um das Gefühl zu vermeiden. Das Gefühl der Scham muss so heftig gewesen sein, dass ich es unter keinen Umständen erneut erleben sollte. Und so war es auch. Ich habe lange Menschen und Situationen angezogen, die das Gefühl, ich bin nicht gut genug, bestätigten.

 

Auch, wenn die Logik hinter dem Auftrag der „Inneren Anteile“ für uns nur schwer nachvollziehbar sein könnte, sie würden nie gegen uns handeln oder uns etwas Böses wollen. Sie wollen uns immer vor etwas bewahren!

Die „Inneren Anteile“ sind wichtig für unser persönliches Wachstum

Die Glaubenssätze werden durch die „Inneren Anteile“ repräsentiert. Sie sorgen dafür, dass sich diese Sätze immer wieder bestätigen. Nehmen wir Kontakt zu unseren „Inneren Anteilen“ auf, so können wir gemeinsam neue Aufgabenbereiche für sie kreieren und die Glaubenssätze dadurch nach und nach verändern. Auch bei der Selbstsabotage könnten sie ihre Finger im Spiel haben. Sie sind für das persönliche Wachstum und die Bewusstwerdung enorm wichtig, daher sollten wir sie nach Möglichkeit nicht wegdrücken, sondern den Kontakt zu ihnen suchen.

 

Es sind MEINE Anteile, sie sind ein TEIL von MIR, wenn ich also Gefühle ablehne, die sie repräsentieren, lehne ich dadurch mich selbst ab!

Weil ich meinem Persönlichkeitsanteil vergeben und ihn angenommen habe, konnte ich mich dadurch selbst besser annehmen und verstehen.

An dieser Stelle danke ich meinem „Inneren Anteil“ dafür, dass er sich zeigte und mir ein Beispiel für die Arbeit mit den Glaubenssätzen lieferte. Was aber noch wichtiger ist, er machte es möglich, dass ich einen der wichtigsten, vielleicht sogar DEN wichtigsten Glaubenssatz in meinem Leben verändern konnte. 

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Wegbeschreibung

Aus Freiburg kommend: Von der Schnellstraße 294 Richtung Denzlingen/Glottertal auf die L112 Richtung Glottertal abbiegen. Sie folgen der Talstraße bis sie links die Kirche und die Gaststätte "Engel" sehen. Gegenüber, auf der Höhe des "Engels", sehen Sie rechts die Statue eines Hirschs und eine Brücke. Biegen Sie bitte dort rechts ab Richtung "Hotel Hirschen". Am Hotel vorbei, der Straße folgen, dann links und sofort wieder rechts und der Leimeneckstraße noch ca. 100 m folgen.

Die Zufahrt zur Leimeneckstraße 8 D befindet sich auf der rechten Seite zwischen zwei Häusern mit der Nummer 8 B und 8 C.